Steuerungstechnik für KLARO Kläranlagen

 

KL24base

KL24base Steuerung Frontcover

Die KLARO Steuerungen gibt es in zwei unterschiedlichen Versionen. KL24base ist das kompakte Standardmodell mit allen für die Anlage nötigen Funktionen.

  • Mikroprozesssteuerung
  • Grafisches Display, daher einfach zu bedienen
  • Nahezu vollautomatisch und energiesparend

KL24plus

KL24plus Steuerung Frontcover

Die KL24plus verfügt über zusätzliche Funktionen und wird bei Anlagen mit besonderen Anforderungen benötigt. Außerdem verfügt sie über weitere Vorteile:

  • SD-Karten-Schlitz zum Auslesen aller Parameter
  • Temperatursensor
  • PIA zertifizierte Reinigungsleistung bei Unterlast

Flüsterleise Schrittmotoren

Seit 2015 verwenden wir eine Verteilerleiste mit Schrittmotoren zur Regelung der Luftwege. Sie bietet viele Vorteile:

  • Praktisch geräuschlos
  • Minimaler Stromverbrauch
  • Stromanschluss über einfache Steckverbindungen
  • Hohe Lebensdauer, nahezu verschleißfrei
  • Geringer Druckverlust durch großen Hub
  • Ansteuerung mit 24V DC
  • Gleiches Modell für alle Schranktypen
  • Schrittmotoren einzeln leicht auswechselbar

KLARO bei Unterlastbetrieb

Kleinkläranlagen von KLARO sind vom Prüfinstitut Aachen getestet.

 

Selbst bei geringem Wasserverbrauch sorgen KLARO Kläranlagen für höchste Leistung. Die Stabilität der Ablaufwerte einer Kleinkläranlage ist sehr wichtig, da das geklärte Abwasser direkt in die Natur geleitet wird. Wechselnde Auslastungen der Anlage (personen-, tageszeit-, wochentags-, jahreszeitbedingt) können diese Stabilität ins Wanken bringen – nicht aber bei KLARO Kleinkläranlagen.

 

Automatische Unterlasterkennung

 

Die KLplus-Steuerung prüft mit einem integrierten Drucksensor alle 6 Stunden den Füllstand in der ersten Kammer. Bei geringem oder keinem Zufluss und niedrigem Füllstand wird kein Reinigungszyklus gefahren, sondern nur geringfügig belüftet. So wird Strom gespart und dennoch die Bakterien am Leben erhalten. Mit der automatischen Unterlasterkennung passt sich die Laufzeit der Anlage selbstständig dem tatsächlichen Abwasseranfall an.

 

Rezirkulation


Wenn dreimal hintereinander kein Reinigungszyklus gefahren wurde (also insg. 18 Stunden Pause), aktiviert die Steuerung den Überschussschlammheber und fördert Wasser aus der SBR-Kammer in die 1. Kammer zurück. Die Dauer und Menge ist einstellbar. Durch dieses Rezirkulieren füllt sich die erste Kammer und es wird anschließend ein normaler Reinigungszyklus gestartet. Somit werden die Bakterien einmal am Tag mit „Futter“ versorgt. (Nur bei System KLARO)

 

Anwendungsbeispiele

  • dauerhafte Unterbelegung (Einpersonenhaushalt)
  • sehr niedriger, spezifischer Wasserverbauch
  • Wochenendhäuser
  • Ferienhäuser
  • Gaststätten
  • Vereinsheime
  • Dorfgemeinschaftshäuser

Mehrstraßensysteme

 

In Extremfällen sind die Anlagen „mehrstrassig“ aufgebaut. Die Tanks werden so aufgestellt, dass die biologische Reinigung in zwei separaten SB-Reaktoren stattfindet. In der Nebensaison bleibt ein SBR-Tank abgeschaltet. Wenn die Hochsaison beginnt, wird dieser wieder in Betrieb genommen. Aus dem laufenden Tank werden Teile des Belebtschlamms in den zuvor abgeschalteten Tank geleitet. Dieser ist damit sofort 100% betriebsbereit.

Anwendungsbeispiele

  • Campingplätze
  • Hotels

"Zufüttern"

 

Bei nur sporadischem oder saisonalen Abwasseranfall ist es zusätzlich möglich, dem Bioreaktor eine hochkonzentrierte Nährlösung zuzuführen. Der Verbrauch des Mittels ist minimal. Zudem ist dieses völlig ungefährlich, kostengünstig und einfach zu handhaben.  Mit diesem Mittel lässt sich eine ausreichende Menge an aktivem Belebschlamm vorhalten, der zudem hervorragende Absetzeigenschaften aufweist.
Mit dieser Methode ist man unabhängig vom Abwasseranfall. Eine KLARO-Anlage kann somit auch in Fällen eingesetzt werden, bei denen man sonst nur eine abflusslose Grube für möglich gehalten hat.
Wir haben bereits seit mehreren Jahren Erfahrung mit der „Zufütter-Methode“ - gerne zeigen wir Ihnen verschiedene Referenzobjekte hierzu auf.

Anwendungsbeispiele

  • Ferienhäuser
  • Gartenkolonien
  • „Wärterhäuschen“
  • Unterlast in Verbindung mit erhöhten Anforderungen (z.B. Ablaufklasse D)